Lebensversicherung kündigen oder verkaufen?

Nützliche Tipps für Konsumenten

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Die Lebensversicherung verkaufen?
Die Lebensversicherung verkaufen?

Immer mehr deutsche Haushalte haben nicht genügend Geld, um allen Zahlungsverpflichtungen adäquat nachkommen zu können. Viele Menschen sind arbeitslos oder verdienen in ihrem Job so wenig Geld, dass ihr Einkommen nicht ausreichend ist, um alle Bedürfnisse decken zu können. Und hierbei sind nicht Extrawünsche gemeint, wie beispielsweise ein chices neues Auto, ein Flat-Screen TV oder gar der Urlaub auf den Malediven, sondern es sind die alltäglichen Lebenshaltungskosten, die kaum mehr geleistet werden können. Besonders Alleinerziehende und Menschen ohne eine Ausbildung haben es hier meist sehr schwer. Für sie reicht das Geld meist keineswegs, um den ganzen Monat davon leben zu können.

Wenn sich die finanzielle Situation zuspritzt, wird die Lebensversicherung gekündigt

Wer finanziell nicht mehr ein noch aus weiß, der wird zunächst daran gehen, Versicherungspolicen zu kündigen, um einerseits monatlich mehr Geld zur Verfügung zu haben, andererseits warten hier große Rückzahlungssummen. Dies besonders dann, wenn die Kündigung der Lebensversicherung geplant ist. Doch Vorsicht! Die Kündigung der Lebensversicherung rentiert sich häufig gar nicht, denn die Versicherungsgesellschaften lassen sich die Kündigungen meist teuer bezahlen. Besser ist es in diesem Fall, die Police auf dem sogenannten Zweitmarkt zu verkaufen. Dies ist meist wesentlich lukrativer, denn die Auszahlung ist vielfach um bis zu 15 Prozent höher.

Die Vorteile für den Kunden

Auf dem Zweitmarkt werden Lebensversicherungen gehandelt, deren Laufzeit noch nicht abgelaufen ist. Zweitmarktfirmen, die solche Versicherungen aufkaufen, gibt es mittlerweile sehr viele, jedoch sollte sich der Verkäufer vorab unbedingt umfassend informieren, da sich auf dem Sektor immer auch sogenannte schwarze Schafe tummeln.

In jedem Fallwerden die Ansprüche des Versicherungsnehmers hier aber an die Investoren abgetreten, sodass am Ende der Laufzeit auch nur dieser von der kompletten Rückzahlung profitieren wird.

Natürlich funktioniert dieses System nur bei den sogenannten Kapitallebensversicherungen. Anders als bei den Risikolebensversicherungen spart der Vertragsnehmer hier einen Anteil an, der im, sofern die Kapitallebensversicherung nicht in Anspruch genommen wird, am Ende der Laufzeit mit diversen Abzügen wieder ausgezahlt wird.

Wer seine Versicherungspolice auf dem Zweitmarkt verkauft, der erhält neben der deutlich höheren Auszahlungsquote vielfach auch noch eine Versicherungsleistung aus dem Vertrag. Hier muss jedoch im Vorfeld geklärt werden, ob die Zweitmarktgesellschaft einen Teil der Versicherungsleistung überträgt. Wurde dies nicht vertraglich vereinbart, so erlischt der Anspruch aus der Leistung.

In jedem Fall sollte der Verkauf der Kapitallebensversicherung aber mit Bedacht getätigt werden. Schnelle Vertragsabschlüsse rächen sich häufig, denn wer die falsche Zweitmarktfirma wählt, der hat statt des Geldes am Ende eine ganze Menge Scherereien.

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